Zwischen Alaska und Ladakh – Vortragsreihe ab 10. Oktober

Nach langer Pause setzt die Sektion auf Initiative der 2.  Vorsitzenden Ute Wächter-Pahl und der Kletterhalle-Betriebsleiterin Maren Becker eine alte Tradition fort: Sie lädt im Winterhalbjahr zu einer Vortragsreihe mit Bildern über ungewöhnliche Reiseziele und alpine Unternehmungen ein. Interessierte sind dazu an jedem zweiten Donnerstag des Monats ab 18.30 Uhr im Seminarraum des DAV Kletter-und Boulderzentrums (Rödgener Straße 70) willkommen. Der Eintritt ist frei.

Den nächsten Vortrag hält Norbert Hartmann, langjähriges Mitglied unserer Sektion, am Donnerstag, dem 14. November. Unter dem Titel „Ladakh – Stok Kangri“ berichtet  er von einer Reise in diese Himalaya-Region. Zweieinhalb Wochen war er dort mit einer fünfköpfigen Gruppe (siehe Foto) unterwegs. Hauptziel war der Sechstausender „Stok“. Der pensionierte Lehrer (71) beschreibt seine Eindrücke nicht nach dem chronologischen Verlauf, sondern gegliedert nach verschiedenen Themen. Der Referent ist seit dem 20. Lebensjahr mit Skiern auf Hochtouren  im Gebirge unterwegs, auch außerhalb Europas.  Der Licher ist außerdem passionierter Wildwasserfahrer. Tourleiterlizenzen hat er für Alpines Wandern und Skitouren; außerdem ist er DKV-Kanulehrer. Kurz vor seinem Vortrag kehrt Norbert Hartmann von einer Drei-Pässe-Tour im Everest-Gebiet zurück.

Die weiteren Vortragstermine:

12. Dezember: „Alaska – mit Kanu und Gleitschirm durch die White Mountains“ von Thomas Bing.

16. Januar: „Hochtouren und alpine Ausbildung“ von Jürgen Dersch.

13. Februar: „Reise durch die Mongolei“ von Maren Becker und Jessica Zerb.

Den ersten Vortrag hatte am 10. Oktober der Bonner Florian Klimesch gehalten. Der angehende Geograph, der  in Gießen studiert hat, war im Zuge einer Exkursion für drei Monate in Äthiopien gewesen und hatte für seine Masterarbeit zwei Monate in einem Dorf bei den Hamar im Süden des Landes verbracht. Dort erlebte er die Schattenseiten der gewerblich angebotenen Reisen zu indigenen Völkern, also Nachkommen von Ureinwohnern mit eigener ethnisch-kultureller Identität. Das prägte seinen Vortragstitel „Fotografischer Kolonialismus – Auswirkungen touristischer Fotografie in Südathiopien“. Der 27-Jährige schilderte die Klagen einheimischer Frauen, dass männliche Touristen sie oft bitten, ihre Oberteile abzulegen. Problematisch sei auch, dass viele Kurzzeitgäste versuchen, den Dorfbewohnern deren Schmuck vom Körper weg abzukaufen. Außerdem werde das Dorfleben gestört: Die Kinder nähmen kaum noch ihre Aufgabe als Viehhirten wahr, weil sie wissen, dass sie mit Süßigkeiten belohnt werden, wenn sie am Straßenrand warten und darum betteln.

 

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