Drei erlebnisreiche Frühlingstage im nördlichen Schwarzwald genoss eine kleine Wandergruppe der Sektion Gießen unter der Leitung von Salome Ryll. Die Teilnehmenden erwartete eine abwechslungsreiche Route, die durch stille Wälder, über felsige Grate und vorbei an wilden Moorlandschaften führte – begleitet von stabilem Frühlingswetter und bester Stimmung.
Gestartet wurde am malerischen Mummelsee, einem typischen Karsee des Schwarzwalds, der sich ruhig und geheimnisvoll inmitten dunkler Tannen präsentierte. Die erste Etappe führte zur Darmstädter Hütte – eine ideale Gelegenheit, sich langsam einzulaufen und dabei erste Eindrücke dieser vielfältigen Region zu sammeln. Kleine, teils verwunschene Pfade machten Lust auf mehr, und auch das ein oder andere Fotomotiv wurde schon am ersten Tag gefunden.
Der zweite Tag war mit gut 20 Kilometern nicht nur der längste, sondern auch der anspruchsvollste. Höhepunkt war zweifellos die Überschreitung des Karlsruher Grats, einer schmalen, felsigen Passage mit beinahe alpinem Charakter. Trittsicherheit war gefragt – ebenso wie ein Sinn für Humor, als die Gruppe unterwegs auf drei neugierige Ziegen traf, die sich offenbar bestens mit Wanderern auskannten. Der anschließende Weg durch stille Waldstücke, vorbei am Nationalparkzentrum Ruhestein und dann weiter zum Wildsee sowie im großen Bogen zurück zur Unterkunft, bot reichlich Gelegenheit zum Austausch und zum Genießen der Ruhe.
Am dritten Tag wurde das Hochmoor unterhalb der Hornisgrinde durchquert – eine eindrucksvolle Landschaft, die sich in der Morgensonne von ihrer besten Seite zeigte. Der Aufstieg zur Hornisgrinde, dem höchsten Punkt des Nordschwarzwalds, wurde mit einem fantastischen Blick über die Rheinebene belohnt. Über den Katzenkopf ging es schließlich zurück zum Mummelsee, wo die Runde ihren würdigen Abschluss fand.
Die Wanderung war geprägt von einer tollen Gruppendynamik, gut gewählten Etappen und vielen kleinen Momenten, die in Erinnerung bleiben: vom Innehalten im Moor über das fröhliche Lachen auf dem Grat bis hin zum gemeinsamen Ausklang an der Hütte. Alle Teilnehmenden waren sich am Ende einig: Der Schwarzwald ist ein großartiges Wandergebiet – und so viel steht fest: Das war sicher nicht die letzte gemeinsame Tour dieser Art. Salome Ryll
