Sechs erlebnisreiche Spätsommertage im Frankenwald genossen soeben 14 Wanderer der Sektion unter der Leitung von Eva-Marie Kriebel. Bei bestem Wetter wurden insgesamt 114 Kilometer und stattliche 2785 Höhenmeter bewältigt. Die Tagestouren waren durchweg anspruchsvoll.
Die Gruppe war zentral in einem Hotel in Steinwiesen untergebracht, wo es an nichts fehlte, vom Frühstücks- und Abendessenbüfett über sehr freundliche Servicekräfte bis hin zu
Schwimmbad und Sauna. Ein Shuttle-Service brachte die Wanderer zum Ausgangspunkt der Wanderungen und holte sie am Ziel wieder ab. Begleitet wurden die Etappen vom Vizsla-Rüden Bruno, der viel Spaß hatte und auch viel Spaß für die Teilnehmer brachte.
Gestartet wurde in Bad Steben durch den Kurpark und die historische Wandelhalle. Der Weg führt in Langenbach zu den 12 Aposteln. Die Herkunft dieser Steinreihe liegt im Dunkeln. Während mancher behauptet, es handele sich um ein Observatorium aus dem Neolithikum, gehen andere Meinungen in die Richtung einer mittelalterlichen Grenzmarkierung. In Nordhalben, der Filmkulisse des Historiendramas „Ballon“ von Michael „Bully“ Herbig, endete
die erste Etappe des Steigs.
Stille und Ruhe erwarteten die Wanderer auf der zweiten Etappe von Nordhalben nach Ludwigsstadt. In Haßlach stand die Besichtigung der Wallfahrtskirche “St. Maria und die 14 Nothelfer“ an. Es ist die älteste der 14 Nothelfer-Stätten in Europa.
Von Ludwigsstadt ging der Weg am dritten Tag weiter nach Teuschnitz. Es waren weniger Kilometer zu bewältigen als am Vortag, so dass genügend Zeit blieb zum Besuch des Schiefertafelmuseums. Die Führung brachte viele Erinnerungen und Interessantes. Was an einem traditionellen Sonntag nicht fehlen durfte, waren Kaffee und Kuchen, die die Wanderer im „Arnika Café“ in Teuschnitz genießen konnten.
Der vierte Tag von Teuschnitz nach Kronach war wieder eine sehr lange Etappe. Es gab neben der bezaubernden Landschaft einen kurzen Blick in die barocke Kirche von Marienroth.
Etappe fünf begann mit einer wirklich kurzweiligen und ausgesprochen interessanten Führung durch eine kleine Brauerei in Kronach. Viel Wissen wurde durch den Braumeister vermittelt bzw.
aufgefrischt. Sogar eine kleine Kostprobe – vor der Wanderung – erfreute die Teilnehmer. Nach einem Rundgang über die Festung Rosenberg in Kronach wurde der Weg fortgesetzt. Zunächst über das Gelände der Landesgartenschau, hinaus aus dem Städtchen zum Lucas-Cranach-Turm. Er thront 200 Meter über dem Rodachtal auf dem 496 hohen Kaltbucher Knock. Eigentlich sollte der Weg bis nach Gössersdorf führen, musste aber etwa vier Kilometer vorher in Wötzelsdorf enden.
Die sechst und letzte Etappe führte von Gösserdorf bis nach Kulmbach, dem Ende der geplanten Wandertour.
Die Gruppe hat gut zusammen gepasst und harmoniert. Jeder konnte sich auf den anderen verlassen. Es herrschte ein ausgesprochen guter Teamgeist. So macht gemeinsames Wandern wirklich Spaß. Eva-Marie Kriebel
