Tageswanderungen in den Allgäuer Alpen um Bad Hindelang
Vom 17. bis 22. Juni waren zwölf Mitglieder der DAV-Sektion Gießen, unter der Leitung von Gabi Albrecht, unterwegs in den Allgäuer Alpen. Begleitet wurden sie von der jungen Hovawart-Hündin Nayla. Das Wetter war bestens und die einfache, gemütliche Standortunterkunft im Ostrachtal in Bad Hindelang war ein guter Ausgangspunkt für die Tagestouren, auf denen die Gruppe viele schöne Ecken des abwechslungsreichen Wandergebietes kennenlernen konnte.
Bei einem Orientierungsspaziergang über Vorderhindelang und den Gailenberg gab es eine schöne Sicht auf das malerisch zwischen Berggipfeln gelegene Bad Hindelang, den kleinen Hirschberg (1500 m), das Imberger Horn (1655 m), den Breitenberg (1946 m), die Rotspitz (2034 m) und hinein ins Hintersteiner Tal.
Von der Bergstation der Hornbahn umwanderte die Gruppe auf einem aussichtsreichen Panoramaweg das Sonthofener Hörnle. Es eröffneten sich wunderschöne Ausblicke auf den Grünten, den Wächter des Allgäus (1738 m) mit seinem Sendeturm. und in der Ferne sogar auf den markanten Hohen Ifen drüben im benachbarten Kleinwalsertal. Die Krönung der Tour war die Besteigung des Sonnenkopfes (1712 m), wo es zur Belohnung selbstgebackenen Geburtstagskuchen gab. Es wurden 730 Höhenmeter im Auf- und Abstieg bewältigt.
Eine weitere Tagestour führte durch den wildromantischen, feucht-kühlen Hirschbachtobel mit seinen Wasserfällen, Gumpen, Brücken und Stufen hinauf zur Hirschalpe. Eine erfrischende Wanderung für warme Tage. Höhepunkt des Tages war der 1651 m hohe Gipfel des Spieser, der Panorama-Ausblicke ins Tannheimer Tal, zum Iseler (1.876m) ins Hintersteiner Tal und zum Grünten bereit hielt. Nach dem Abstieg nach Unterjoch/Obergeschwend hatte die Wandergruppe 800 hm im Auf- und 530 hm im Abstieg zurückgelegt. Nach Hindelang zurück ging es mit dem Bus.
Der Aufstieg zur Schwarzenberghütte im Hintersteiner Tal war der frühe Startpunkt, den die Gruppe mit dem Giebelbus über Hinterstein erreichte. Tagesziel war der auf 1870 Meter Höhe wunderschön gelegene und mit Berggipfeln umgebene, türkisfarbene Engeratsgundsee, den einige nach dem schweißtreibenden Aufstieg zur Abkühlung nutzten. Die erhofften Murmeltiere ließen sich leider nicht blicken. Ziel nach 860 hm Aufstieg und 830 hm Abstieg war das urige Giebelhaus, die Endstation des Giebelbusses, wo der gemütliche, schattige Biergarten mit verdienten Erfrischungen wartete.
Am letzten Tag konnte sich die Gruppe von den Anstrengungen des Vortages erholen. Der Weg führte von Bad Oberdorf mit schönen Ausblicken ins Tal durch schattigen Wald bis nach Hinterstein. Auf der Strecke wurden der romantische Schleierfall und der noch imposantere Zipfelsbach-Wasserfall bestaunt, der erst eine türkisfarbene Gumpe füllt und sich dann über mehrere Etagen 300 Meter in die Tiefe stürzt. Auf einfachem Talweg entlang der wilden Ostrach ging es wieder zurück nach Bad Hindelang (330 hm im Auf- und Abstieg).
Es waren wunderschöne, abwechslungsreiche Wandertage mit vielen Highlights und einer tollen Gruppe.
Gabi Albrecht, DAV-Wanderleiterin
