Via Scandinavica: 171 Kilometer von Celle bis Göttingen

Via Scandinavica: 171 Kilometer von Celle bis Göttingen

Sieben Wanderfreunde der Sektion waren auf ihrer vierten Etappe des Weitwanderwegs „Deutschland der Länge nach“ im Juni auf dem Pilgerweg Via Scandinavica von Celle nach Göttingen unterwegs. Die Teilnehmer/innen sind bereits seit der ersten Etappe mit Start auf Sylt im August 2023 bei diesem Vorhaben dabei. Diesmal galt es in sieben Tagen weitere 171 Kilometer auf dem Weg vom nördlichsten zum südlichsten Punkt Deutschlands zu bewältigen, dabei aber auch Städte unterwegs zu erkunden (in Celle z.B. durch eine Stadtführung seitens der DAV-Sektion Celle).

Wiederum waren Landschaften, Flora und Fauna von den bisher durchwanderten Regionen (nordfriesische Inseln, Küste und Elbe, Lüneburger Heide) verschieden. Die Flüsse Leine und Innerste säumten lange Zeit den Weg; es galt viele Kirchen, Kapellen und Klöster, teils bereits aus dem 12. und 13. Jahrhundert, zu besuchen, natürlich auch den Dom in Hildesheim. Der Weg führte an großen Seen, Koppeln mit vielen Pferden, Feldern, Wiesen, Auen, Natur- und Vogelschutzgebieten vorbei sowie durch Wälder. Erstmals auf diesem Weitwanderweg traf man auf Berge, die es zu überwinden galt.

Das Wetter war durchgehend gut, stets trocken, warm und gelegentlich etwas sehr heiß. Die avisierten Unwetter haben glücklicherweise einen Bogen um das jeweilige Wandergebiet gemacht.

Die Tagesetappen waren meist etwa 25 Kilometer lang; unterwegs waren nur drei Unterkünfte vonnöten, da die täglichen An- und Rückreisen mit dem ÖPNV bzw. einem gecharterten Bus jeweils gut gemeistert werden konnten. Dank D-Ticket war das gut und günstig möglich, einschließlich der individuellen An- und Rückreisen.

In bewährter Manier übernahm wieder jeder Teilnehmer die Vorbereitung einer Tagesetappe und gab unterwegs Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten. Jene/r wurde schelmisch „Reiseleiter/in“ oder „Bestimmer/in“ genannt.

Der Pilgerweg Via Scandinavica (Fehmarn – Eisenach) ist grundsätzlich durch das Zeichen „Jakobsmuschel“ ausgewiesen, teils auch durch regionale Zeichen; gleichwohl erwies sich die Beschilderung als sehr dürftig, weil oftmals fehlend. Ohne technische Unterstützung durch Komoot hätte man den Weg wohl kaum gefunden.

Im August 2025 geht die Wanderung mit einer fünften Etappe durch den Naturpark Leine-Werra in Thüringen weiter, bevor es dann im Sommer 2026 auf dem Hochrhöner weitergeht. Von den erwartetem rund 1800 Kilometern sind aktuell knapp 700 bewältigt.

 

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