Neues vom Alpenverein

Liebe Alpenvereinsmitglieder,
kurz vor Weihnachten heute wieder ein paar interessante und aktuelle Informationen aus der Sektion. Wer sich stets auf dem Laufenden halten will, kann auch auf die Homepages von DAV Giessen und Kletterzentrum schauen. Der letzte Newsletter in diesem Jahr fällt etwas kürzer aus als gewohnt, weil er sich mit dem Erscheinen des Jahresprogramms überschneidet.
Hier nun die Themen dieser vorweihnachtlichen Ausgabe:
ausblick 2023 kommt in Kürze
Wir haben zwei neue Hüttenpächter
Rotweinwanderung zum Saisonabschluss
Direkter Radweg nach Rödgen
Die Mitgliederzahl steigt weiter
Winterpause beim MTB-Treff


Jahresheft

Das 72 Seiten starke Jahresheft der Sektion ist zwar schon am Anfang der zweiten Dezember-Woche zur Druckerei gegeben worden. Aber die Fertigstellung dauert in diesem Jahr leider länger als gewohnt. Deshalb kann es nicht wie im Vorjahr schon vor Jahresende bei den gut 3000 Mitgliedern eintreffen. Die Auslieferung ist nunmehr für die erste Januarwoche angekündigt. Nach dem Etikettieren, das wie immer dankenswerterweise die Mittwochswandergruppe vornehmen (das Foto oben entstand vor einem Jahr) , kann es dann zur Post gegeben werden. Wer es eilig hat, findet die Tourenausschreibungen für 2023 schon jetzt online auf der Homepage der Sektion unter dem Link https://dav-giessen.de/tourenuebersicht. Der "ausblick 2023" ist von einem Team mit Klaus Ehgart, Guido Tamme, Hartmut Rogge-Al Heteilah und Steffen Ryll  vorbereitet worden. Die Mitgliedsausweise für 2023 kommen, voraussichtlich im Februar, wieder gesondert und dann direkt von der DAV-Zentrale in München.


Neue Hüttenpächter rasch gefunden

Neue Hüttenpächter rasch gefunden Schneller und einfacher als zunächst befürchtet konnte eine Nachfolgeregelung für die Pacht der Gießener Hütte in Kärnten gefunden werden. Die neuen Pächter ab der Saison 2023 sind Kanthima und Erwin Zuzak aus Niederösterreich. Die Eheleute sind erfahrene Gastronomen; der älteste Sohn wird zum 1. Januar 2023 ihr “Restaurant “Otzis Hirschenstube” übernehmen und weiterführen. Erwin Zuzak (57) ist gelernter Metallbauer und hat Erfahrung als Hochalpinist und bei der Bergrettung. Die aus Thailand stammende Kanthima Zuzak, die „Dui“ gerufen wird, ist gelernte Köchin. Die Gießener Hütte und ihre Umgebung kennen beide schon seit vielen Jahren, weil er im Gößgraben zur Jagd geht. Beide haben auch vielfältige Erfahrung im Hüttenbetrieb, da Erwins Eltern 37 Jahre lang eine Hütte am Dachstein betreut haben, auf der Sohn und Schwiegertochter stets mitgeholfen haben. Mehr zu den neuen Hüttenpächtern und zur Vorgeschichte für die Trennung von der bisherigen Pächterin ist auf den Seiten 19 bis 21 im Jahresprogramm zu erfahren.


Spendenaufruf für geflohene Nazima Khairzad

Spendenaufruf für geflohene Nazima Khairzad Vorstandsmitglied Wolfgang Horstmann, der bei uns seit ein paar Jahren das Klettern mit Flüchtlingen betreut, hat kürzlich zusammen mit dem bekannten Bergsteiger, Alpinautor und Filmemacher Malte Roeper den Verein „Asyl für Nazima“ gegründet. Dieser hat das Ziel, eine Spitzensportlerin aus Afghanistan, die aus ihrer Heimat geflohen war und in Deutschland einen Asylantrag gestellt hat, vor der drohenden Ausweisung nach Italien zu schützen. Die 20-jährige Nazima Khairzad gewann Afghanistans erste Medaille im Ski alpin, lief Marathon und bestieg den Shah Fuladi (5064 Meter), den höchsten Berg ihrer Heimatprovinz Bamyian. Als die Taliban drohten, sie umzubringen, floh sie mit Unterstützung der polnischen Travelbloggerin Eva zu Beck über Pakistan und Italien nach Deutschland. Nach europäischem Asylrecht steht ihr in den kommenden Monaten die Ausweisung nach Italien bevor, weil Nazima dort in die EU eingereist war. Der Verein möchte das aber verhindern, weil die neu gewählte italienische Regierung sich äußerste Härte gegen Migranten auf die Fahnen geschrieben hat. Der Spendenaufruf des Vereins dient der Finanzierung eines Rechtsanwalts für Nazimas Asylverfahren und mögliche Verfahrenskosten. Sollte sich ein Überschuss ergeben, soll damit damit ihre Familie, die vor den Taliban in den Iran geflohen ist, sie selbst sowie das Flüchtlingshilfswerk Kabul Luftbrücke unterstützt werden. Aktuell befindet sich Nazima in einer Asylunterkunft in Hanau. Spenden können überwiesen werden auf das Konto AsylfürNazima, IBAN: DE56 7105 2050 0040 9064 14, BIC: BYLADEM1TST, bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg.


Abschluss auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg

Abschluss auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg Die Saison 2022 der mehrtägigen Wanderungen der Sektion endete Mitte Oktober auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg. 16 Teilnehmer erkundeten unter Leitung von Wanderleiter Werner Müller die drei Etappen zwischen Elsenfeld und Bürgstadt auf rund 53 Kilometer immer entlang des Mains. Es regnete zwar oft, doch schadete das der Stimmung in der Gruppe überhaupt nicht. Zahlreiche schöne Aussichtspunkte und historische Sehenswürdigkeiten wurden bestaunt. So ging es zum Beispiel schweißtreibend hinauf zur Klingenburg oder auch den Kreuzweg über 612 Stufen hinauf zum Kloster Engelberg, was oben mit Klosterbier und einer herrlichen Aussicht belohnt wurde. Am Sonntag wurden die Wanderer/innen noch mit einer hervorragenden Stadtbesichtigung verwöhnt, die nicht nur verborgene Ecken von Miltenberg zeigte, sondern auch viel Wissenswertes rund um eine der schönsten Städte am Main zutage förderte. Auch die Abendessen im ältesten Gasthaus Deutschlands, im „Riesen“, kamen gut an und sowohl die Biere der örtlichen Brauerei als auch die regionalen Weine wurden gerne verkostet.


Die Mitgliederzahl steigt weiter

Nach dem historischen Tiefststand mit gut 2000 Mitgliedern Ende 2017 dürfen wir uns über einen Bestand von inzwischen rund 3100 Vereinsangehörigen freuen. Allein 2022 haben wir rund 460 neue Mitglieder gewinnen können. Diesen Eintritten stehen 152 Abgänge zum Jahresende gegenüber, wobei es zu bedenken gilt, dass wir unseren Sitz in einer Universitätsstadt haben und viele nach Abschluss ihrer Ausbildung/ihres Studiums Gießen und damit unsere Sektion wieder verlassen. Sechs Mitglieder sind verstorben, zwölf mussten wegen Nichtzahlung des Jahresbeitrags gestrichen werden. Der gute Trend dürfte sich fortsetzen: Für das Jahr 2023 liegen schon jetzt schon 35 Neuanmeldungen vor.


Neuer Radweg in Richtung Kletterhalle

Für Radfahrer, die aus der nordöstlichen Umgebung Gießens zur Kletterhalle strampeln wollen, ist die Strecke im vergangenen Herbst sehr viel angenehmer geworden. Denn die Stadt hat eine Einfriedigung im nordöstlichen Zipfel des einstigen US-Depots geöffnet und hier einen neuen Radweg angelegt. Dieser beginnt etwa in der Mitte des Rad-Gehwegs zwischen Rödgen und der Wieseckaue (Wieseck-Trohe) und endet in der Verlängerung der Straße „Stolzenmorgen“ (Foto). Nach dem abschüssigen Teil dieser Straße geht es links in die Lufthansastraße und dann kurz rechts auf die Rödgener Straße, bevor die Einfahrt zur Kletterhalle erreicht ist. Radelnde Kletterer aus Buseck und Rödgen müssen also jetzt nicht mehr die verkehrsreiche Udersbergstraße und die hintere Rödgener Straße nehmen, wenn sie auf kürzestem Weg das DAV Kletter- und Boulderzentrum Gießen ansteuern wollen. Zurück in Richtung Rödgen/Buseck geht’s natürlich genauso.


Offener Bike-Treff macht Winterpause

Wegen der geringen Nachfrage in den Wintermonaten pausiert seit Ende November der Mountain- und Gravel Bike-Treff der Sektion. Die sportlichen Radtouren, an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können, werden erst am 26. März fortgesetzt. Dann wird wieder an jedem Sonntag im Monat von wechselnden Startpunkten aus gestartet. Üblicherweise sind die Rundstrecken durch die Gießener Umgebung etwa 40 Kilometer lang, wobei im Schnitt 500 Höhenmeter zu bewältigen sind. Eine Teilnahme mit Pedelecs oder E-Bikes ist nicht möglich. Interessierte können sich auch während der Winterpause der WhatsApp-Gruppe des Treffs anschließen und sich so über die jeweiligen Startpunkte oder ggf. über witterungsbedingte Absagen informieren. Der Link kann angefordert werden per Email an presse@dav-giessen.de.