Vier Tage wandern in der Rhön: Grenzerfahrungen und Gipfelglück

Vier Tage Wandermagie in der Rhön. Was für eine Tour! Unter der Leitung von Eva-Marie Kriebel begaben sich 20 Wanderbegeistere auf eine viertägige Entdeckungsreise durch das „Land der fernen Aussichten“. Von historischen Grenzwegen bis hin zu idyllischen Moorebenen – die Rhön zeigte sich von ihrer spektakulärsten Seite.

Trotz eisigen Windes startete die Gruppe vom Hotel „Sennhütte“ aus direkt ins Abenteuer. Die Route führte von Bayern nach Thüringen in das ehemalige Grenzgebiet. Die erste Station war Frankenberg mit seiner hübschen kleinen evangelischen Kirche. Der Weg führte durch den Ort und danach über Weideflächen. Der Schnitzersberg rechts trägt einen Mobilfunkmast. Man sieht es ihm nicht an, aber er ist mit 816 Meter Höhe der höchste Berg der Thüringer Rhön. Ein absolutes Highlight: Die Arche Rhön auf dem Ellenbogen (813 m). Wer das 21 Meter hohe „Noahs Segel“ erklomm, wurde mit einem sagenhaften Panorama belohnt. Und für die Mutigen gab es einen rasanten Abstieg: Über die 120 Meter lange Rutsche ging es direkt wieder bergab!

Weiter führte der Weg wieder über Weideflächen und Waldstücke bis zum Thüringer Rhönhaus. Inzwischen hatte der eisige Wind nachgelassen und die Sonne hatte sich durchgesetzt.Die Gruppe nahm ein Sonnenbad auf der Terrasse des Rhönhauses und stärkte sich bei Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken. Der Weg verläuft nun u. a. auf alten Grenzbefestigungen und kommt an der Aussichtsplattform des Basaltwerks Billstein vorbei. Weiter ging es zum Wachturm an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Nach 22 Kilometern erreichte die Gruppe das Hotel.

DieTour am zweiten Tag führte wieder vom Hotel aus zunächst am Eisgraben entlang, an der Frauenhöhle vorbei in das Örtchen Hillenberg mit einer kleinen Kapelle. Von hier führte ein Abstieg Richtung Roth. Begleitet wurde die Gruppe von dem Lied „Der Mai ist gekommen“, das im Ort gesungen wurde. Dazu noch Vogelgezwitscher und Sonnenschein  –  schöner kann der 1. Mai kaum begangen werden. Von der Bierbrau-Gemeinde Roth erfolgte  ein Aufstieg zur Rother Kuppe. Hier konnte man sich wieder bei köstlichem Kuchen, Kaffee und kühlen Getränken stärken, bevor der Abstieg und ein langer Weg über ausgedehnte Wiesen zum Eisgraben-Wasserfall führte. Auch an diesem Tag legte die Gruppe 22 Kilometer bei strahlendem Sonnenschein zurück.

Am Samstag startete man Richtung Fladungen. Zunächst erreichte die Route Rüdenschwinden. Durch Wiesen und Felder gelangte man zur bereits weithin sichtbaren St. Gangolfs-Kapelle mit der Mariengrotte. Nun war Fladungen schnell erreicht und die Gruppe war verzaubert von dem hübschen Ort. Etwas außerhalb wurde Rast gemacht, bevor der Anstieg über Leuberg zur Sennhütte erfolgte. Hier stärkten sich alle bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken auf der sonnigen Terrasse und viele ließen den Tag hier ausklingen. Diejenigen, die noch nicht genug hatten, machten sich mit der Wanderleiterin noch auf den Weg durch das Schwarze Moor.

Leider war nun der letzte Tag schon da. Die Gruppe fuhr mit bereits gepackten Autos zur Fuldaquelle unterhalb der Wasserkuppe, um von dort zunächst zum Roten Moor zu laufen. Dann ging der Weg weiter durch die Kaskadenschlucht und wieder zurück zur Fuldaquelle, wo die gemeinsame Reise gegen 14 Uhr ihr offizielles Ende fand.

Fazit der Wandertour: Insgesamt 78 Kilometer und bis zu 580 Höhenmeter täglich lagen hinter der Gruppe. Belohnt wurden die Wanderbegeisterten mit frischem jungem Grün der Bäume, Wiesen voller Schlüsselblumen und Löwenzahn, unzähligen blühenden Obstbäumen, grandiosen Weitblicken und einer Stimmung, die besser nicht hätte sein können. Die Rhön hat einmal mehr bewiesen, warum sie ein Paradies für Wanderer ist.

Eva-Marie Kriebel

 

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